CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE)
Mineralisches Weißpigment (Titandioxid)
CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE) ist Wird aus dem Erz Ilmenit (FeTiO₃) oder Rutil (TiO₂) durch chemische Aufbereitung gewonnen. Erfahre hier alles ueber Herkunft, Wirkung und die beste Anwendung in deiner taeglichen Pflegeroutine.
Was ist CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE)?
CI 77891, besser bekannt als Titandioxid (TiO₂), ist das weltweit meistgenutzte weiße Pigment in der Kosmetik. Dieser mineralische Stoff wird aus den Erzen Ilmenit oder Rutil gewonnen und durch chemische Verfahren zu hochreinem Pulver verarbeitet. In der Dermatologie gilt Titandioxid als physikalischer UV-Filter der ersten Wahl, da es UV-Strahlung reflektiert statt sie chemisch zu absorbieren — ideal für empfindliche Haut, die auf organische Sonnenschutzmittel reagiert. Gleichzeitig verleiht es Foundation, BB-Creams und Concealer ihre opake Deckkraft, die Rötungen und Pigmentflecken kaschiert. Die Unterscheidung zwischen Nano- (<100nm) und Nicht-Nano-TiO₂ (>200nm) ist entscheidend: Nano-Partikel sind transparent und ziehen nicht weiß auf, während größere Partikel den klassischen matten, weißen Finish erzeugen.
Woher kommt CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE)?
Wird aus dem Erz Ilmenit (FeTiO₃) oder Rutil (TiO₂) durch chemische Aufbereitung gewonnen. Nach Extraktion wird das Rohoxid mittels Sulfat- oder Chlorid-Verfahren zu hochreinem, weißem Titandioxid-Pigment verarbeitet, das in der Kosmetik als Weißmacher, Deckkraft-Verstärker und physikalischer UV-Filter eingesetzt wird. In der modernen Kosmetik unterliegt die Gewinnung und Verarbeitung strengen Qualitaetsstandards gemaess der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. RAU Cosmetics bezieht ausschliesslich Rohstoffe in Kosmetik-Qualitaet von geprueften Lieferanten.
Wie wirkt CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE) auf zellulaerer Ebene?
Titandioxid reflektiert und streut UV-Strahlung physikalisch an seiner Oberfläche, ohne sie chemisch zu absorbieren. Die hohe Brechzahl (n=2.6) sorgt für intensive Lichtstreuung — dies verleiht Make-up Deckkraft und schützt die Haut vor UVA- und UVB-Strahlung. In Nanogröße (<100nm) wird es transparent, behält aber UV-Schutz-Eigenschaften. Bei größeren Partikeln (>200nm) bleibt die weiße, opake Farbe erhalten, die in dekorativer Kosmetik erwünscht ist.
So wirkt CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE) auf deine Haut
Breitband-UV-Schutz
Titandioxid streut sowohl UVB- (290-320nm) als auch UVA-Strahlung (320-400nm) durch seine hohe Brechzahl. Anders als chemische Filter, die UV-Strahlung absorbieren und in Wärme umwandeln, reflektiert TiO₂ das Licht physikalisch — es entsteht keine Hitzeentwicklung in der Haut. Diese Eigenschaft macht es zum bevorzugten Sonnenschutz bei Melasma, Hyperpigmentierung und post-inflammatorischer Erythrose.
Opake Deckkraft
Die extrem hohe Lichtstreuung von Titandioxid-Partikeln (Rutil-Struktur) macht es zum weißesten Pigment der Kosmetik. In Foundation und Concealer maskiert es Hautverfärbungen, Rötungen und Pigmentflecken physikalisch. Die Deckkraft ist dosisabhängig: 5% ergeben einen leichten Schleier, 15-20% eine vollständige Kaschierung — ohne die Poren zu verstopfen, da TiO₂ nicht okklusiv wirkt.
Fotostabilität
Titandioxid selbst ist UV-stabil und zersetzt sich nicht unter Sonnenlicht — im Gegensatz zu vielen organischen UV-Filtern wie Avobenzon. Allerdings kann unbehandeltes TiO₂ freie Radikale erzeugen (photokatalytische Aktivität). Moderne Formulierungen nutzen daher oberflächenbeschichtetes TiO₂ (mit Aluminiumhydroxid, Silica oder Dimethicon), das diese Radikalbildung verhindert und gleichzeitig die Verträglichkeit erhöht.
Mattierender Effekt
Titandioxid absorbiert überschüssiges Hautfett durch seine poröse Kristallstruktur und erzeugt einen samtig-matten Finish. In BB-Creams und getönten Tagescremes für ölige Haut reduziert es Glanz ohne auszutrocknen. Der Effekt ist rein physikalisch — TiO₂ reguliert keine Talgdrüsen, sondern bindet oberflächliches Sebum an seine Partikeloberfläche.
Formulierungsstabilisator
In Emulsionen erhöht Titandioxid die Viskosität und stabilisiert die Phase. Als inertes Mineral verhindert es Oxidation lichtempfindlicher Wirkstoffe wie Retinol oder Vitamin C, indem es UV-Strahlung abfängt, bevor sie die aktiven Moleküle erreicht. Dies verlängert die Haltbarkeit von Seren und Cremes mit instabilen Antioxidantien.
Dosierung & Regulierung
Fuer wen ist CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE) geeignet?
Nicht-nanogenes Titandioxid ist chemisch inert, löst keine Reaktionen aus und ist ideal für Haut, die chemische UV-Filter oder synthetische Farbstoffe nicht verträgt.
Die opake Deckkraft kaschiert Rötungen physikalisch, während der UV-Schutz Entzündungsschübe durch Sonneneinstrahlung verhindert — ein Haupt-Trigger bei Rosacea.
Titandioxid bildet eine inerte Schutzbarriere auf der Haut, die UV-Strahlung abwehrt ohne in die Haut einzudringen — wichtig bei gestörter Hautbarriere.
Mineralische Sonnenfilter wie Titandioxid wirken rein physikalisch an der Oberfläche und gelangen nicht in den Organismus — daher empfohlen für Babys und Kleinkinder.
CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE) in deiner Routine
Sonnen- und Make-up-Basis
Morgens nach der Feuchtigkeitscreme eine mineralische Sonnencreme mit mind. 15% Titandioxid auftragen. Warte 5 Minuten bis der weiße Film verblasst, bevor du Foundation aufträgst — bei Nano-TiO₂ entfällt die Wartezeit.
Getönte Tages-BB-Cream
Produkte mit 5-10% TiO₂ + Eisenoxiden (für Farbanpassung) kombinieren UV-Schutz und Abdeckung. Eine haselnussgroße Menge reicht für Gesicht und Hals. Bei fettiger Haut: Nicht-nanogenes TiO₂ bevorzugen für den mattierenden Effekt.
Rötungen-Korrektur
Bei Rosacea oder Couperose: Concealer mit 15-20% TiO₂ gezielt auf gerötete Stellen tupfen, nicht verreiben. Die opake Deckkraft neutralisiert Rot ohne schwere Textur. Über Nacht nicht notwendig — TiO₂ ist kein Wirkstoff, sondern physikalischer Schutz.
After-Sun-Pflege
Nach UV-Exposition kann TiO₂-haltige Pflege weitere Schädigung verhindern. Allerdings: Abends Make-up gründlich entfernen, da TiO₂ auf der Haut verbleibt und Poren mechanisch verstopfen kann (bei sehr großen Partikeln >500nm).
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RAU CosmeticsHaeufige Fragen zu CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE)
Ist Nano-Titandioxid gefährlich und dringt es in die Haut ein?
Nano-TiO₂ (<100nm) dringt laut SCCS (EU-Wissenschaftsgremium) nicht durch gesunde Haut in den Körper ein. Die Partikel verbleiben in der obersten Hornschicht (Stratum corneum). Bei geschädigter Hautbarriere (offene Wunden, Ekzeme) kann ein minimaler Transfer stattfinden, daher wird bei Neurodermitis-Schüben oft nicht-nanogenes TiO₂ empfohlen. Die Deklarationspflicht [nano] ermöglicht eine bewusste Wahl.
Warum hinterlässt manche Sonnencreme mit Titandioxid einen weißen Film?
Nicht-nanogenes TiO₂ (>200nm) streut sichtbares Licht stark — daher der weiße Cast. Nano-TiO₂ streut nur UV-Licht und bleibt transparent. Der Weißeffekt lässt sich minimieren durch: 1) Nano-Formulierungen, 2) Kombination mit Eisenoxiden (tönende Filter), 3) geringere Konzentration (10-15% statt 25%). Manche Marken nutzen beschichtetes TiO₂ mit Hautton-Pigmenten für ein natürliches Finish.
Kann Titandioxid Akne oder Unreinheiten verursachen?
Titandioxid selbst ist nicht komedogen (löst keine chemischen Poren-Verstopfungen aus). Allerdings können sehr hohe Konzentrationen (>20%) in schweren, okklusiven Formulierungen mechanisch Poren blockieren, besonders bei großen Partikeln. In modernen, leichten Texturen (Fluids, Gele) mit 5-15% TiO₂ tritt dies selten auf. Bei zu Akne neigender Haut: Formulierungen mit Nano-TiO₂ oder mikronisiertem Zinkoxid bevorzugen, da diese weniger auf der Haut aufliegen.
Warum ist Titandioxid in Spray-Sonnenschutz jetzt verboten?
Inhalierte Nano-TiO₂-Partikel können in die Lunge gelangen und dort entzündliche Reaktionen auslösen (laut Tierversuchen potenziell krebserregend bei chronischer Exposition). Die EU hat daher 2022 TiO₂ in Spray-Produkten mit Aerosolbildung verboten. In Pump-Sprays, die größere Tröpfchen erzeugen (kein Aerosol), bleibt es erlaubt. Cremige Sonnenprodukte sind unbedenklich, da keine Inhalation stattfindet.
Schützt Titandioxid auch vor Blaulicht und Infrarot-Strahlung?
Titandioxid reflektiert primär UV-Strahlung (200-400nm). Für sichtbares Licht (400-700nm, inkl. Blaulicht) und Infrarot-A (700-1400nm) ist TiO₂ weniger effektiv — hier wirken Eisenoxide besser. Moderne Multi-Schutz-Formulierungen kombinieren daher TiO₂ (für UV) + Eisenoxide (für Blaulicht/IR) + Antioxidantien wie Vitamin E (für freie Radikale). Reines TiO₂ allein bietet keinen vollständigen Schutz gegen alle Lichtspektren.
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